Wir sind die Borg

Borg-Alkoven

Keine Frage- Bis aufs Aussehen ähneln wir mittlerweile den Borg wie ein Ei dem anderen.
Wer die Probe aufs Exempel machen möchte, widerspreche an seinem Arbeitsplatz vor den Ohren seiner Kollegen einfach den aktuellen Schlagzeilen der BORG, äh, BILD. Man wird schnell merken- Widerstand ist zwecklos.

Allerdings sei ein kleiner Unterschied bemerkt- Borg assimilieren die kulturellen, ideologischen und technologischen Errungenschaften einer Spezies. Unser Kollektiv hingegen merzt diese aus und ersetzt sie durch die Vorgaben der Obrigkeit.
Ja, auch die technologischen, Wie sonst ließe sich erklären, dass etwa alternative Methoden zur Energiegewinnung oder ökologisch vertretbare Möglichkeiten zum Betrieb von Fortbewegungsmitteln noch immer in so weiter Ferne liegen?

Aber wesentlich bedrückender ist die Gleichschaltung von Meinungen, Ideologien, Einstellungen, Weltbildern und anderen mentalen Attributen? Alleine am Beispiel der BRD lässt sich nicht verheimlichen, dass es zwar 80,5 Millionen Einwohner gibt, die Anzahl der Denkweisen und Ansichten über elementar wichtige Dinge zur Gestaltung einer Gesellschaft an einer Hand abzählen lassen. Leichte Unterschiede lassen sich zwar erkennen, aber meist  sind diese darauf zurückzuführen, dass der Argumentierende einfach nur eine andere Zeitung liest. Und trotz dieser vernachlässigbaren Unterschiede lässt sich erkennen, dass letztendlich immer ins gleiche Horn gestoßen wird. Egal bei welchem Thema. Geht es nun um das Feindbild Russland, Einwanderungspolitik, alternative Energien oder gar um die Systemfrage selbst.

Was nicht dem kollektiven Denken entspricht wird bestenfalls ausgesondert, schlimmstenfalls aber auch schon mal als Bedrohung für das Kollektiv betrachtet. Mit allen logischen Konsequenzen der Bekämpfung, meist auf medialer, mittlerweile aber oft auch auf juristischer Ebene. Und wem gehören die juristischen Instanzen an? Richtig, dem Kollektiv.

Dabei wäre ein wirkliches Borg- Kollektiv zumindest insofern von Vorteil, dass die einzelne Drohne nicht betrogen werden kann, weil es ja nur ein einziges Bewusstsein gibt, welches sich alle Drohnen teilen. Nur leben wir in keiner ScienceFiction- Welt, sondern in einer Welt, die einen viel größeren Aufwand zur Gleichschaltung der Drohnen erfordert, weil wir schon gar nicht die technologischen Mittel der Borg besitzen.
In unserer Realität wird ein immenser Aufwand betrieben, um diese Kollektivität herzustellen. Ein Jurist würde sagen „Da steckt eine enorme kriminelle Energie dahinter, eine so große Masse an Individuen zum gewünschten Gedankengut zu bewegen“. Richtig. Immerhin ist es ja nicht das eigene Denken, das stimuliert und gefördert wird. Die Obrigkeit benutzt vielmehr ihr immenses Wissen um das Bewusstsein des Menschen, um es mit den Inhalten zu füttern, die in ihrer Gesamtheit das gewünschte Resultat hervorbringen.

Das Hauptmittel der Wahl sind mediale Beeinflussungen wie etwa die Schaffung falscher Zusammenhänge zwischen den natürlichen Bedürfnissen eines Menschen mit dem Versprechen auf Befriedigung desselben durch Unterordnung an das Kollektiv.
Oder viel subtiler noch, dass deine natürlichen Bedürfnisse gedeckt werden, wenn du dir dies oder jenes kaufst oder dich dieser oder jener Denkweise anschließt. Das soll heißen, dass das Kollektiv die Bedürfnisse der Menschen ausnutzt und verspricht, diese mit IHREN Methoden zu befriedigen. So manche Strömungen kann man doch nur als bestenfalls fragwürdig bezeichnen, schlimmstenfalls als hochgradig gefährlich.
Warum schließen sich so viele der als „political correctness“ getarnten Zensur an? Oder der Aushebelung von Geschlechtern (Gendermainstream)? Die Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben, die Geschlechter zu trennen. Was maßen wir uns an, ihr da ins Handwerk zu pfuschen? Das Vermögen, etwas zu können und juristisch zu dürfen ist kein Beleg für Legitimität. Aber Mensch ist gleich Gott und sobald er etwas KANN, MUSS er es auch zwangsläufig tun. Moralische und natürliche Belange kann man ja außer Kraft setzen, indem man seinen freien Willen missbraucht.

Wer jedoch einen Schritt weiter denkt als nur an die kurzfristige Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse, dem bleibt nicht verborgen, welche langfristigen Konsequenzen diese Haltung haben wird. Denn das Bewusstsein um kausale Zusammenhänge ist dem Menschen als artspezifische Eigenheit gegeben. Sicher, Bedürfnisse müssen befriedigt werden, das steht nicht zur Debatte. Was aber zur Debatte steht sind zum einen die Konsequenzen dessen, wie und mit wessen Hilfe man diese befriedigt. Wenn das Heilsversprechen von einem System kommt, das im Kern schon vollkommen autokratisch ist, darf einem bewussten Menschen durchaus der Vorwurf gemacht werden, ob er denn überhaupt noch etwas wahrnimmt. Ob er nicht merkt, welche Prozesse sich da realisieren. Ob er nicht merkt, dass einfach nur Verdikte von oben erlassen werden, die nur dem Zweck dienen, die Individualität außer Kraft zu setzen und die Interessen von Menschen zu verfolgen, die sich einfach ungefragt und ohne Legitimation der Bevölkerung an die Macht gesetzt haben.

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